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16.04.2018

Graupen erleben ein Comeback

**Von Suppen bis Risotto**
Graupen erleben ein Comeback

(BZfE) – Ältere Erwachsene kennen sie noch als Arme-Leute-Essen
oder als sättigende Speise während des Krieges. Deshalb waren sie
lange Zeit verpönt, doch allmählich kommen sie wieder in Mode: die
Graupen. Viele Verbraucher fragen sich aber: Was sind Graupen
eigentlich und wofür verwendet man sie?

Graupen zählen zu den Getreideerzeugnissen. Sie werden in der Regel
aus Gerste, manchmal auch aus Weizen hergestellt. Dafür werden die
Gerstenkörner in speziellen Mühlen zunächst enthülst, dann
geschält, geschliffen und poliert. Verwendet man ganze Körner,
spricht man von sogenannter Rollgerste. Werden sie erst zerkleinert
und dann entsprechend verarbeitet, handelt es sich um Perlgraupen. Sie
haben – wie der Name vermuten lässt – die typische kugelige Form
und sind bekannter als Rollgerste.

Durch das Schälen und Schleifen gehen dem Gerstenkorn allerdings die
wertvollen Randschichten und der Keimling verloren. Gerade sie sind
reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Deshalb handelt es
sich bei Graupen zwar nicht um ein Vollkornprodukt, sie enthalten aber
nennenswerte Mengen an Eisen, Mangan und Zink. Des Weiteren sind sie
gut bekömmlich und bereichern den Speisplan. Die meisten Menschen
denken bei diesem Lebensmittel an eine Graupensuppe. Die kleinen
Gerstenkugeln können aber noch viel mehr: Wie wäre es mal mit einem
leckeren Risotto? Dafür verwendet man Graupen statt Reis. Aber auch
für Pfannengerichte, Gemüsefüllungen und Salate kann man sie
verwenden. Selbst süße Desserts – ähnlich wie Milchreis mit
frischen Früchten oder Kompott – lassen sich damit zubereiten.

Wie auch immer – sie brauchen genauso wie Reis Flüssigkeit, damit
sie garen können. Für eine Tasse Perlgraupen sind es je nach Rezept
gut drei Tassen Wasser, Brühe oder auch Milch. Die Garzeit beträgt
je nach Produkt und Zubereitungsart etwa 20 bis 30 Minuten. Da sie gut
sättigen, können sie klassische Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder
Nudeln durchaus mal ablösen. Nicht zuletzt sind sie auch für
Vegetarier und Veganer eine willkommene Alternative.

/Hedda Thielking,